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Technisches zur Tauschbörse

Tipps zur Herstellung
und Verwendung eines Phenakistoskops

(Baustelle - letzte Änderung 04.08.12)

Auf den ersten Blick scheint die Anfertigung eines Phenakistoskops eher trivial: Vorlage ausdrucken, auf eine Pappe kleben, ausschneiden und ab vor den Spiegel. Mit den ganz einfachen Vorlagen klappt das sogar. Man sieht wirklich sich etwas bewegen, wenn man die Scheibe dreht.

Leider hat diese Schnellschussmethode ihre ganz klaren Grenzen: die Bilder sind sehr unscharf und von einem deutlichen Grauschleier übertönt. Ungenauigkeiten beim Rundlauf verstärken den Effekt noch. Spätestens beim Versuch, richtige Bilder oder Fotos zu beleben, fällt das Ergebnis äußerst unbefriedigend aus. Was also ist zu tun?

Problem Grauschleier
Der Grauschleier entsteht dadurch, dass das Auge 90-95% der Zeit auf die Rückseite der Pappe schaut, auf die die Vorlage aufgeklebt wurde. Je heller die Pappe, desto stärker überlagert dieser Eindruck das eigentliche Bild. Die ausgeschnittene Vorlage sollte daher unbedingt auf stabilen schwarzen Karton oder Kunststoff aufgeklebt werden, zumindest die dem Auge zugewandte Seite muss unbedingt matt schwarz sein.

Problem Schärfe
Je schmaler die Schlitze sind, desto schärfer erscheint das Bild, leider wird es dabei aber auch immer dunkler. Durch lange keilförmige Schlitze kann man Helligkeit und Schärfe während des Betrachtens selbst beeinflussen, indem man die Position der am Auge vorbei rauschenden Schlitze variiert.
Ganz wichtig ist zudem eine gleichmäßige Verteilung der Schlitze. Wenn nur einer aus der Reihe tanzt und einige Millimeter zu weit nach einer Seite verschoben ist, äußert sich das wiederum in einer Art Unschärfe, da das entsprechende Bild ein wenig verschoben erscheint.
Die Vorlagen in der Tauschbörse wurden mit CorelDRAW bzw. seit 2012 mit InkScape erstellt, Schlitze und Position der Einzelbilder sind sehr genau positioniert. Ungenauigkeiten entstehen beim Ausschneiden bzw. Aussägen der Scheiben. Man muss schon mit äußerster Sorgfalt und sehr viel Geduld arbeiten, wenn man die Schlitze mit einer Laub-, Dekupier- oder Bandsäge regelmäßig angeordnet und gleich groß erzeugen will. Klebt man die Vorlage vor dem Sägen auf das Holz oder den Kunststoff, läuft man Gefahr, dass sie von Staub oder Sägespänen verschmutz wird.

Ich habe das Problem mit dem Lieferanten der Lochkartenschubladen besprochen und er hat mir einige Tage später als Lösung einige fertig gefräste Scheiben aus matt-schwarzem Polycarbonat mit 2mm Dicke präsentiert. Die Scheiben haben 12 Schlitze mit 3mm Breite und ein 8mm Loch in der Mitte.
Bei Benutzuung dieser Scheiben erübrigen sich die schwarzen Dreiecke auf den Vorlagen, da die Schlitze schon gefräst sind. Man klebt einfach eine passende Vorlage zentriert so auf eine Scheibe, dass durch die Schlitze nicht gerade jedes Bild zerschnitten wird und schneidet die Schlitze mit einem Federmesser sorgfältig aus. Besonders gut gelingt das Aufkleben, wenn man die Vorlage mit selbstklebender Folie laminiert. Sie wird durch die Folie vor Verschmutzung geschützt und gleichzeitig erhöht sich der Kontrast der Bilder.
Da die schwarzen Scheiben einen Durchmesser von 21 cm haben, kann man die Vorlagen etwas vergrößert ausdrucken, sofern dann nicht wesentliche Teile wegen der natürlichen Grenzen des benutzten Druckers abgeschnitten werden.

Wenn Sie gerade mit dem Gedanken spielen, sich eine CD der »Tauschbörse Unterricht« zu kaufen, kommen Sie bequem und preiswert an zwei dieser schwarzen Scheiben. Da im Umschlag noch Platz ist, lege ich Ihnen für 5 Euro Aufpreis gern zwei Scheiben bei.
Durch die Bestellung der Scheiben kann sich die Auslieferung Ihrer CD um etwa eine Woche verzögern, da die Scheiben erst auf Bestellung gefräst werden. Einzelheiten erfragen Sie bitte per E-Mail.

Die »Filmvorlagen« stammen aus animierten GIF-Dateien, die Bild für Bild über die Windows-Zwischenablage nach CorelDRAW bzw. CorelDRAW übertragen wurden (s.a. Herstellung von Daumenkinos).

Sehr gut eignen sich auch viele der Filmchen, die man auf YouTube findet. Ich spiele die Filme mit dem KM-Player im Einzelbildmodus ab und übertrage die gewünschten Bilder nach Gimp (einfügen als neue Ebene). Dort können auch gleich Helligkeit und Kontrast für die Druckvorlage optimiert werden. Gimp kann die fertigen Bilder auch direkt als AnimGifs abspeichern.


Tauschbörse Unterricht - Online - 1 . April 2013

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