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Technisches zur Tauschbörse

Tipps zur Herstellung
und Verwendung der Puzzles

Zur Luxusversion (für Bastler) - zur Super-Luxusversion (wenn noch Geld im Etat ist).

Bedingt durch die Form der Einzelteile kommt es bei einigen Puzzles zu ziemlich viel Verschnitt. Durch einen kleinen Trick kann dieser minimiert werden:
Alle Drucker beherrschen mehrere Papierformate, darunter oft das Format US-Legal oder US-lang (215,9 x 355,6mm). Wenn man beim Drucken eines Blatts unter »Einstellungen« diese Papiergröße wählt und dem Drucker über die Einzelblattzufuhr einfach ein A4-Blatt zuführt, fallen rechter und unterer Rand deutlich geringer aus. (Probiert mit mehreren HP-Laserjets und HP-Deskjet).
Wenn Sie hier ein wenig experimentieren möchten, laden Sie die Version »A4-Plus«.

Laminieren

Es macht wenig Sinn, die Vorlagen einfach auf normales dünnes Papier zu drucken bzw. zu kopieren und auszuschneiden. Einmal geniest oder eine zu schnelle Bewegung am Nachbartisch und die Teile fliegen davon.

Abgesehen davon macht es auch Schülern keinen Spaß, Papierschnipsel zusammenzulegen, die schon nach kurzem Gebrauch Eselsohren und Knicke bekommen!

Die Blätter sollten daher vor dem Ausschneiden zumindest auf dünnen Karton geklebt und mit selbstklebender Folie überzogen werden. Möglich sind auch Kopien auf buntes 160g-Papier. Noch besser und auch nicht wesentlich teurer ist die Verwendung von Laminierfolie.

Beim Laminieren wird das Arbeitsblatt in eine Folientasche gesteckt und dann durch eine »Heißmangel« geschoben. Dabei schmilzt der auf der Innenseite der Folientasche angebrachte Heißkleber und verbindet die Folie beidseitig sehr fest mit dem Papier, sodass sich auch nach dem Zerschneiden die Folie nicht von den Puzzleteilen löst.

Es gibt Folien in verschiedenen Stärken. Wenn auch dickere Folien teurer sind als die dünneren, empfiehlt es sich dennoch, hier nicht zu sparen. Ich benutze für meine Puzzles meistens farbiges 160g-Papier und laminiere sie mit 150um starker Folie. Ein Blatt A4 kostet so je nach Anbieter der Folien etwa zwischen 0,15 Euro und 0,70 Euro, ein Klassensatz also weniger als 10,- Euro. Dafür haben die Puzzleteile die Stärke einer Kreditkarte und sind dementsprechend sehr stabil.

Wenn das Laminiergerät Din A3 verarbeiten kann, empfiehlt sich die Anschaffung von größeren Folientaschen. Der Preis für eine A3-Folie ist bei einigen Anbietern deutlich geringer als der für zwei A4-Folien.

Wer nicht selbst oder in der Schule auf ein Laminiergerät zurückgreifen kann, sollte es mal in einer Druckerei versuchen.

Zur Aufbewahrung der fertigen Puzzles, die am besten mit Gummibändern zusammengehalten werden, eignen sich diverse Verpackungsreste wie z. B. Margarine-Behälter. Auf den Behältern sollte unbedingt auch die Anzahl der Teile eines Puzzles stehen, damit man beim Einsammeln genau kontrollieren kann.

Wenn mehrere Sätze von Puzzles in einer Klasse eingesetzt werden, empfiehlt es sich auch sehr, verschiedene Farben zu benutzen und beim Verteilen darauf zu achten, dass benachbarte Gruppen nicht die gleichen Farben bekommen. Man sollte übrigens immer genügend Gummis als Reserve bereithalten, da sie an den relativ scharfen Schnittkanten gern reißen.
Vergisst man diese Hinweise, hat man gute Aussichten später durch intensive Selbstbeschäftigung mit den Puzzles belohnt zu werden ;-)).

 
Die Luxusversion I (für Bastler)
Nach einer Reihe von Experimenten mit Resten von Laminatfußboden (zu dick), Sperrholz (lässt sich schlecht bekleben) und beschichteten Platten für Schrankrückwände (schlecht zu sägen) habe ich eine Lösung gefunden, die in der Herstellung zwar recht aufwendig ist, dafür aber zu sehr ansehnlichen Ergebnissen führt:
Ich habe 2-3mm dicke Plexiglas bzw. Polystyrolreste mit einer Proxxon-Tischkreissäge (Hartmetallsägeblatt) in entsprechend große Puzzlestücke zersägt. Ein um 45o gedrehter rechtwinkliger Ausschnitt in einer Schablone und der Anschlag der Säge haben für saubere, gerade und winkelhaltige Schnitte gesorgt. Andere Kreissägen gehen natürlich auch, wichtig sind eine exakte Führung und eine passende Schablone. Ganz wichtig ist das Nacharbeiten der Schnittkanten mit Schmirgelpapier - die Fingernagelprobe zeigt Ihnen, wo noch geschmirgelt werden muss.
Wer nicht sägen kann (oder möchte), kann auch das Plexiglas einfach brechen. Es wird dazu ebenfalls mit einem 45o Anschlag fixiert, dann entlang der späteren Bruchkante mehrfach mit einer Reißnadel angeritzt und schließlich gebrochen. Kleinteile wie Tangraminos spanne ich dazu so in einen Schraubstock, dass die angerissene Kerbe gerade noch aus den Backen herausragt und breche den überstehenden Teil mit einem Ruck ab. Dabei sollten unbedingt Arbeitshandschuhe getragen werden oder zumindest ein Verbandskasten in der Nähe sein.
Das Puzzle selbst wurde auf buntes Papier gedruckt, mit selbstklebender Folie laminiert, ausgeschnitten und dann Stück für Stück auf die vorher in heißem Spülwasser entfetteten Plexiglasstücke geklebt. Überstehende Laminierfolie - die Puzzlestücke wurden bewusst etwas kleiner ausgesägt - habe ich einfach mit einem scharfen Teppichmesser abgeschnitten und dann noch einmal mit feinem Schmirgelpapier geglättet. Wenn die Laminierfolie auch nur einen Hauch übersteht, wird sie mit ziemlicher Sicherheit über kurz oder lang von den Schülern abgeknibbelt werden.
Das Ergebnis überzeugt absolut! Es macht (nicht nur Schülern) einfach Spaß, die Teile in die Hand zu nehmen.
Bezugsquellen für Plexiglas und selbstklebende Laminierfolie finden Sie im Stichwortverzeichnis oder Sie nehmen dieses Angebot wahr.
 


Tauschbörse Unterricht - Online - 9. Januar 2012

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